Die Akademie für Datenverarbeitung in Böblingen ist eine Schule, welche Ausbildungen für die neuen Medien anbietet. Unter anderem besteht sie aus dem Berufskolleg für Informatik, in welchem man 3 Wahlmöglichkeiten hat:
Die Ausbildung am Berufskolleg dauert 3 Jahre, wobei das komplette 2. Jahr ein Betriebspraktikum und für die Ausbildung Pflicht ist.
Für nähere Informationen bitte die Seite der ADV besuchen.
Mein erstes Jahr hat direkt ein paar Monate nach dem Abitur begonnen.
Am ersten Schultag hat die ADV alle neuen Schüler begrüsst und in Klassen aufgeteilt.
Dann konnte man auch schon wieder gehen.
Am 2 Tag gings dann auch schon richtig los. Natürlich erstmal in der Theorie, bis
wir die Computer sehen durften, das sollte noch eine Weile dauern.
Meiner Meinung nach brachten die Lehrer die Theorie sehr gut rüber, jedoch empfanden
das manche Mitschüler nicht so.
In Fächern wie z.B. BWL oder Organisationslehre war es nicht so schwer, denn hier lagen
die Kenntnisse der Schüler nicht so weit auseinander. Jedoch war dies in den Programmier-Fächern
ein wenig anders. Hier musste man sich schon manchmal langweilen, aber dies zum Glück eher nur am Anfang
des Schuljahres.
Java war die erste Programmiersprache die uns gelehrt wurde, nach ca. 2 Monaten dann auch in wöchentlichen Praktika
am PC.
Hier wurde einem vorallem die Logik und der Aufbau einer solch mächtigen Sprache nähergebracht.
Hinzu kamen noch die Sprachen C und Cobol (nicht so ausführlich), und natürlich SQL.
Diese wurden alle zusätzlich durch Praktikaaufgaben und Projekte vertieft.
Ebenso lernte man viel über die Betriebswirtschaft und Organistion, sodass man gut
für das Praktikumsjahr gerüstet war.
Nach der bestandenen Grundstufe fing ich mein Praktikum mit 40 Std/Woche bei der T-Systems debis Systemhaus GmbH an.
Ich war im Bereich der Administration tätig, zum Tätigkeitsumfeld gehörte alles vom
1st-3rd Level Support. Lediglich das hausinterne Netzwerk wurde nicht von uns betreut, jedoch waren wir für
unsere Subnetze selbst zuständig.
Am Anfang war ich eher mit den leichteren Aufgaben betreut um mich einzuarbeiten, wie z.B. den Endanwender-Support bei banalen Problemen oder Softwareinstallationen. Jedoch hatte ich mich sehr schnell in das Team integriert, und auch vieles gelernt. Nach und nach durfte ich schliesslich auch die Clients und Server überprüfen, Clients und Server installieren, Images für Clientinstallationen erstellen und das Active Directory verwalten. Somit machte ich zu dieser Zeit alles was so anviel.
Als Praktikumsarbeit, welche ebenfalls Pflicht der ADV ist, haben wir uns entschlossen, dass ich die Migration der Clients unsere Domäne von Windows NT4 auf Windows 2000 durchführe. Dieses "Projekt" unterlag einzig meiner Verantwortung. Hiermit begann ich im Frühjahr 2002. Ich schrieb ein Script (bzw. mehrere) welches die Clients automatisch nach meinem Remote-Anstoss auf Windows 2000 aktualisiert, und dies ohne jegliche Benutzereingriffe. Dies wurde von mir zuvor natürlich ausführlich getestet und verbessert, so dass am Ende alle Aktualisierungen reibungslos über die Bühne gingen.
Seit diesem Zeitpunkt war ich nun auch im Scriptung unter Windows sehr gut und schrieb einige Scripte für die Domäne. Nebenher fielen natürlich immernoch die alltäglichen Aufgaben und Probleme an, welche bearbeitet werden mussten. Und dies waren nicht gerade wenige, da unser Team der Windows-Admins nicht allzu gross war.
Alles in allem hat mir die Zeit sehr gut gefallen. Nur dass ich so gut wie nie programmiert habe hat mich ein bischen gestört, aber die Zeit reichte einfach nicht dafür aus.
Während dem Praktikum gab es noch eine Veranstaltung der ADV, an der man anwesend sein musste. Wir Wirtschaftsinformatiker wurden hier vor die Wahl der 3 Pflichtbereiche gestellt.
Da ich mich eher in der Systemnahen Umgebung wiederfand, wählte ich "Systeme und Netze", was ich auch nicht bereut habe.
In der Aufbaustufe der ADV zog das Tempo dann richtig an. Jedoch ist man auch hier gut klar gekommen wenn man mitarbeitete. Das Wissen und Gelehrte des 1. Jahres wurde hier sehr vertieft. Vorallem die C- und Java-Programmierung sowie SQL machten einen Grossteil der technisch orientierten Fächer aus. Dies lag auch an dem Wahl des Bereiches "Systeme und Netze", denn in den anderen Wahlbereichen wurde der Schwerpunkt eher auf andere Bereiche verteilt.
Die Abschlussprüfung war die letzte Herausforderung an der ADV, hier wurden 4 Pflichtfächer von 2 Jahren geprüft, und dies war nicht zu unterschätzen. Jedoch war ich sehr zufrieden mit meinen Prüfungsergebnissen, bis auf Softwaretechnik. Hier stand ich nun zwischen 2 Noten und wurde in die mündliche Prüfung beordert. Durch diese habe ich aber dann doch noch meine bessere Anmeldenote erreicht.
Abschliessend würde ich sagen hab ich sehr viel gelernt und fühle mich auch sehr gut auf die Arbeitswelt vorbereitet.
Der einzige Kritikpunkt ist leider der Abschluss. Da dieser nicht deutschlandweit "anerkannt" ist, nicht einmal
überall in der Region, wissen die Firmen oft nicht was sie damit anfangen sollen.
Hier hat man mit einem Diplom bzw. Bachelor/Master eindeutig bessere Chancen für die berufliche Zukunft.
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